Chirurgische Gemeinschaftspraxis Northeim

Chirurgische Gemeinschaftspraxis Northeim

Karpaltunnelsyndrom

Beschwerden:
Schmerzen und Gefühllosigkeit in Daumen, Zeige- und Ringfinger der betroffenen Hand, unter Umständen mit Ausstrahlung bis zum Unterarm, insbesondere bei Überstreckung des Handgelenkes. Häufig nächtlich auftretende Beschwerden.

Ursache:
Einengung eines Nerven („Nervus medianus“) im Handgelenksbereich durch eine zu eng gewordene Bandstruktur („Ligamentum carpi transversum“) durch Verletzung, Narbenbildung, dauerhafte lokale Druckeinwirkung oder chronische Überbeanspruchung.

Diagnostik:
Neben der Untersuchung des Handgelenkes sollte vor dem Eingriff eine Vorstellung bei einem Neurologen erfolgen. Hier sollte eine Untersuchung der Nervleitungsgeschwindigkeit die gestellte Diagnose untermauern.

Die Operation:
Der Eingriff erfolgt nach lokaler Betäubung des Handgelenkbereiches. Auf der Innenseite des betroffenen Handgelenkes wird anschließend ein leicht S-förmiger Hautschnitt vorgenommen und das darunterliegende verdickte Band unter Schonung des darunterliegenden betroffenen Nerven längs durchtrennt. Sofort wird hierdurch der Nerv entlastet. Nach blutstillenden Maßnahmen wird im Unterhautfettgewebe ein sog. "Miniredon“ eingelegt, ein kleiner Schlauch, der das sich möglicherweise sammelnde Wundsekret drainiert. Dieses Redon wird spätestens am zweiten Tag nach der Operation entfernt, die Hautfäden werden nach 10 Tagen gezogen. Ein angelegter Druckverband soll einen möglicherweise auftretenden Bluterguss gering halten. Abschließend wird zur Ruhigstellung für vier bis fünf Tage eine Schiene angelegt. 

 




Komplikationen und Risiken:
Jeder körperliche Eingriff birgt auch unerwünschte Nebenwirkungen: Im Allgemeinen kann es zu Wundinfekten, Wundheilungsstörungen, Nerv- und Gefäßläsionen, sowie zu Blutergussbildungen („Hämatom“) kommen. Speziell bei der Karpaltunneloperation kann es zu einer störenden Narbenbildung im Handgelenksbereich kommen. Ein „Rezidiv“, d.h. ein Wiederauftreten eines Karpaltunnelsyndroms ist sehr selten. Allerdings kann es bereits vor dem Eingriff zu einer dauerhaften Schädigung des o.g. Nervs gekommen sein, insbesondere bei bereits über Jahre andauernden Beschwerden.

Verhalten nach der Operation:
Nach Fortlassen der Schiene und Entfernung des Nahtmaterials kann die Hand zunehmend beübt und belastet werden. Bei noch eingeschränkter Beweglichkeit sollte Krankengymnastik durchgeführt werden.

Nachbemerkung:
Häufig sind beide Handgelenke betroffen. Es erscheint jedoch wenig sinnvoll, beide Handgelenke an einem Tag zu operieren! Vielmehr sollte mit dem Eingriff an der Gegenseite so lange gewartet werden, bis die zuerst operierte Seite wieder voll funktionstüchtig und belastbar ist..

 

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Karpaltunnelsyndrom

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